Tiefer atmen als das Meer und höher als der Himmel

Die hier folgende geführte Meditation bietet eine wirkliche oder wahre Methode, mittels derer wir in Situationen emotionaler Schwierigkeiten oder in Stress Zuflucht nehmen können beim Absoluten, um Unterstützung zu erlangen. Indem wir den Atem selbst verwenden als eine Form des Gebets oder der Hingabe, kann durch diese Praxis bei schwierigen Gelegenheiten um Hilfe ersucht werden.

Die folgenden Hintergrundinformationen können vom Leser im Zusammenhang seiner eigenen Lebensumstände überprüft werden.

Wir Menschen neigen dazu, in einem Zustand beständigen Zurückweichens zu leben – psychologisch und emotional zusammenfallend in unserer vorgestellten Individualität und fleischlichen Sterblichkeit. Dieses Zurückschrecken oder dieser emotionale Zusammenbruch wird bezeichnenderweise in allen Bereichen des Körpers und Geistes registriert und berührt besonders unsere Atmung oder das Atmen.

Wir Menschen tendieren dazu, so flach, so unbewusst und so unnötig oft zu atmen, dass man sagen könnte, wir seien in einen Prozess langsamen Selbst-Strangulierens verwickelt. Wegen unseres gefühlsmäßigen Zurückschreckens neigen wir dazu, uns nie in den vitalen Vorgang vollkommen entspannten, erlösenden und hingebenden Atmens einzulassen. Ohne dieses vollkommen entspannte oder hingegebene Sich-Einlassen in den Atemzyklus aber werden unser emotionales Zurückschrecken und unsere Furcht vor dem Tod niemals geheilt.

Die verunsichernde Folge, welche über uns verhängt scheint, ist, dass die Welt mit emotional unausgereiften und daher chronisch depressiven Erwachsenen bevölkert ist, die dazu tendieren, ihre Unreife und Unsensibilität an die folgenden Generationen in Form subtiler oder verformender Kindheitsmisshandlung weiterzugeben. Dies ist die wahre Form und andauernde Tragödie der „Ur-Sünde“;